Dr. Silvia Hartmann, Zahnärztin, Dortmund Aplerbeck.
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Dr. Silvia Hartmann, Zahnärztin, Dortmund Aplerbeck.
  Parodontosebehandlung
 

Parodontosebehandlung - Erhaltung des Zahnhalteapparates

Bei dieser Art von Behandlung handelt es sich um ein geschlossenes Verfahren, d.h. das Zahnfleisch wird nicht „weggeschnitten“!

Bei der Erst-Untersuchung wird der aktuelle Zustand Ihres Zahnhalteapparats dokumentiert. (PSI-Index). Wird dabei eine krankhafte Veränderung (entzündetes Zahnfleisch und Schwund des Kieferknochens, Taschen) festgestellt, ist eine Parodontalbehandlung notwendig. Vor der eigentlichen Parodontalbehandlung muss eine Vorbehandlung durchgeführt werden. Das ist sehr wichtig, um eine optimale Ausgangssituation für die Parodontalbehandlung zu schaffen. Nur so ist ein langfristiger Erfolg zu erreichen.

Die Behandlung erfolgt in der Regel in einer Sitzung. Dabei werden die Zahnfleischtaschen betäubt und mit dem Laser (Link Laser), oder manuell behandelt, damit das Zahnfleisch sich wieder an den Zahn anlegt. Anschließend werden die behandelten Flächen geglättet, weil sich in Nischen und an rissigen Stellen Bakterien besonders gern absetzen. Wenn alle Zähne bzw. das Zahnfleisch behandelt worden ist, ist die Parodontalbehandlung abgeschlossen, nicht aber die Nachsorge. Es ist notwendig, dass anschließend regelmäßig Prophylaxebehandlungen durchgeführt werden, um den Zustand Ihres Zahnhalteapparates zu erhalten.

In Ausnahmefällen - bei besonders schweren Parodontalerkrankungen - kann es vorkommen, dass die Zahnfleischtaschen freigelegt werden müssen und unter Sicht gearbeitet werden muss. Bei großen Defekten kann es erforderlich sein, dass Knochenersatzmaterial und eine Membran in die Taschen appiziert werden müssen. Eine Keimbestimmung gibt Auskunft über die Mundflora. Auch eine lokale spezielle Antibiotikatherapie kann hilfreich sein. Denken Sie bitte daran, dass Parodontalerkrankungen sehr vielschichtig sind und kein Fall wie der andere ist!

Was ist Parodontitis?
Was ist Parodontitis?

Die Parodontitis (im Volksmund Parodontose genannt) ist eine entzündliche, bakterielle Entzündung des Zahnbettes. Zum Zahnbett gehören u.a. das Zahnfleisch und der zahntragende Kieferknochen. Durch das Voranschreiten einer Parodontitis wird der knöcherne Zahnhalteapparat nach und nach zerstört, die Zähne werden locker bis hin zum Zahnverlust (Bild 1-6).

Parodontitis

Diese Erkrankung betrifft nicht nur Zähne und Kiefer, sondern kann den gesamten Körper betreffen! Aktuelle Studien zeigen, dass bei einer Parodontitis das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht ist. Bei Schwangeren ist das Risiko einer Frühgeburt erhöht. Die Parodontitis ist in der Regel eine chronische Entzündung, sie verläuft schleichend und ohne Schmerzen.

Typische Zeichen einer Parodontitis sind:

  • Bluten des Zahnfleisches
  • Empfindlichkeit
  • Schwellung und Rötung
  • Mundgeruch
  • Zahnwanderungen, Lockerung der Zähne
  • Zahnverlust
  • „Zähne werden länger“

Eine Parodontitis wird zusätzlich beschleunigt durch:

  • Rauchen
  • Veranlagung zur Parodontitis
  • Stoffwechselerkrankungen z.B. Diabetes
  • Überbelastungen durch Knirschen und Pressen
  • Immunschwäche
  • Hormonumstellung
  • Überstehende Füllungs- und Kronenränder

Wie kann eine Parodontitis behandelt werden?
Der knöcherne Zahnhalteapparat wird durch die Parodontitis abgebaut, er ist auch durch eine aufwendige Parodontalbehandlung nicht mehr zurück zu gewinnen. Jede Parodontalbehandlung kann die Abbauvorgänge im günstigsten Fall stoppen, aber mindestens hinaus zögern.

Wie kann der Erfolg einer Parodontitisbehandlung gesichert werden?
Um eine Heilung des Gewebes zu erreichen und anschließend den Erfolg zu sichern, müssen künftige Bakterienanhaftungen an den Zähnen vermindert werden. Die regelmäßige Kontrolle und eine Link professionelle Zahnreinigung ist immer erforderlich.

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